Buddhismus

DSC_3350-2

Wie funktioniert der Geist? Warum leiden wir? Wie können wir eine innere Balance finden und Mitgefühl entwickeln? Was macht uns glücklich? Wie können wir die Angst vor dem Tod überwinden und auf dem Weg dahin nutzen, um ein erfülltes Leben zu führen? Wie erscheinen uns die innere und äussere Welt und was ist Realität?

Diesen und ähnlichen Fragen widmen wir uns im Studium und in der Praxis des Buddhismus.

Shakyamuni Buddha suchte vor mehr als 2500 Jahren Antworten auf Fragen nach dem Ursprung des Leidens und unserer steten Unzufriedenheit mit den Lebensbedingungen. Er suchte nach Möglichkeiten, um diese Probleme zu lösen. Mit Hilfe der Meditation gewann er fundamentale Einsichten, die er an seine Schüler weitergab.

Unter anderem erkannte er, dass Leben Leiden bedeutet – psychischer und körperlicher Schmerz, Stress und Unzufriedenheit. Dass das stete Haben wollen von Dingen und Beziehungen genauso Leiden bringt wie das Loswerden wollen von allem, was unangenehm ist. Dieses Leiden entsteht durch unser Verlangen nach materiellen Objekten und nach Beziehungen, was uns kurzfristig angenehme Gefühle verschafft, die wir “Glück” nennen. Das Leiden entsteht zudem durch falsche Vorstellungen von der Beschaffenheit der Welt, zum Beispiel dem Glauben, dass Dinge, Personen und wir selbst von Dauer sind und von Natur aus eine unveränderliche Existenz besitzen.

Der Buddhismus zeigt einen systematischen Weg, wie dieses Leiden überwunden werden kann: Indem man sein Verlangen nach weltlichen Dingen loslässt und eine korrekte Sicht der Wirklichkeit entwickelt. Der Weg führt unter anderem über Meditation, Einsicht und ethisches Verhalten. Wenn wir nicht länger geplagt werden von unserer Angst, unseren Depressionen und unserem Leid, entsteht eine tiefe, langanhaltende, ungetrübte Glückseligkeit, die jeder und jede von uns ganz natürlich in sich selbst finden kann. Dieser Zustand wird Erleuchtung oder Nirvana genannt.

Im Mahayana-Buddhismus (neben Theravada und Vajrayana eine der Hauptrichtungen des Buddhismus) ist das Entwickeln von Mitgefühl einer der zentralen Punkte auf dem Weg zur Erleuchtung. Es geht darum, auf altruistische Weise für alle Wesen Verantwortung zu übernehmen. Befreiung für sich selbst (Nirvana) zu erlangen, ist nicht das letztendliche Ziel des Weges. Im Mahayana-Buddhismus möchte der Praktizierende Erleuchtung erlangen, um anderen zu helfen, diesen Zustand ebenfalls zu erreichen. Wir erkennen deshalb an, dass alle fühlenden Wesen, genau wie wir selbst, glücklich sein wollen und nicht leiden möchten. Wir sind alle miteinander verbunden und tragen deshalb Verantwortung füreinander. Das Geheimnis vom wahren, langanhaltenden Glück ist ein offenes, mitfühlendes Herz, das alle Wesen einschliesst.



Wenn Du mehr über die buddhistische Weltanschauung und Psychologie erfahren möchtest, laden wir Dich herzlich ein, Dich unserer Studienprogramm anzuschliessen.